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Wirtschaft - 08.01.2019

Hauptstadt hat amFrauentag frei

Jetzt ist es amtlich:

Der Internationale Frauentag am 8. März soll in Berlin neuer gesetzlicher Feiertag werden.

Dazu hat ein gemeinsamer Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD, Linken und Grünen am Donnerstag in erster Lesung das Berliner Abgeordnetenhaus passiert und wurde in den Innenausschuss verwiesen. Abschließend soll am 24. Januar abgestimmt werden.

Schon 2019 könnten die Berliner damit am 8. März arbeitsfrei haben. Heißt: Es gibt einen neuen Feiertag für Millionen Deutsche!

Frei am Frauentag? Die Plan gefiel in der Hauptstadt nicht allen:

Teile der Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus plädierten dagegen für den Reformationstag am 31. Oktober als neuen gesetzlichen Feiertag.

Umfragen zeigten, dass die Berliner einen christlichen Feiertag bevorzugen würden, sagte Stefan Evers, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Ein Feiertag dürfe kein Selbstzweck sein, sondern müsse sich „von unten aufdrängen“, wie etwa nach dem Erfolg des 500. Reformationsjubiläums in 2017, betonte Evers.

Die AfD plädierte für eine „Volksbefragung“ zu dem neuen gesetzlichen Feiertag, wie Martin Trefzer als Vertreter seiner Fraktion erklärte. Maren Jasper-Winter (FDP) betonte, dass die Gleichberechtigung von Frauen eine Herausforderung bleibe. Statt eines „Feiertagsgeredes“ sei aber die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig.

Katina Schubert (Linke) erklärte hingegen, der Frauentag als gesetzlicher Feiertag „nimmt die strukturelle Diskriminierung von Frauen in den Blick“ und signalisiere internationale Solidarität mit allen Frauen. Die SPD-Abgeordnete Iris Spranger sprach von einem „starken Signal für die Zukunft“. Ähnlich äußerte sich auch die Abgeordnete von den Grünen, Anja Kofinger.

Seit mehreren Monaten wird in Berlin über einen zusätzlichen Feiertag diskutiert.

Bislang gehört die Hauptstadt mit neun Feiertagen zu den Bundesländern mit den wenigsten arbeitsfreien Tagen.

Die Fraktionen der rot-rot-grünen Regierungskoalition hatten sich erst im November für den Internationalen Frauentag am 8. März als zusätzlichen Feiertag ausgesprochen.

Arbeitgeberverbände und evangelische Kirche plädierten dagegen für den Reformationstag am 31. Oktober. Der Tag ist bereits Feiertag in allen ostdeutschen und nördlichen Bundesländern inklusive Brandenburg.

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