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Politik - 25.10.2018

Trump gibt Medien Mitschuld an Briefbomben-Terror

Polizei auf der Jagd nach unbekanntem Täter +++ New Yorks Bürgermeister: »Gezielter Angriff auf freie Presse und Politiker +++ Anti-Clinton-Rufe bei Trump-Veranstaltung

Nach dem Auffinden von Sprengsätzen in den USA hat Präsident Donald Trump (72) die Medien des Landes angegriffen – und ihnen eine Mitschuld am Briefbomben-Terror gegeben.

Trump kam bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wisconsin auf die Sprengsätze zu sprechen, die an demokratische Politiker wie Ex-Präsident Barack Obama und Ex-Außenministerin Hillary Clinton, aber auch an den Nachrichtensender CNN geschickt worden waren.

FBI bestätigt Briefbomben

Trump gibt den Medien eine Teilschuld

Quelle: Reuters
2:24 Min.

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USA in Bomben-Angst

Zwei Wochen vor den US-Kongresswahlen haben an prominente Kritiker von Präsident Donald Trump geschickte Sprengsätze das Land schockiert.

Postsendungen mit Rohrbomben wurden unter anderem an den demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama, an die frühere Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und an den Nachrichtensender CNN adressiert. Trump sprach zwar von „abscheulichen Taten“ und rief die USA zur Geschlossenheit auf.

▶︎ Mindestens sieben Postsendungen mit Sprengsätzen konnten abgefangen werden, wie die Behörden mitteilten. Sie gingen an Obama, Clinton, CNN, Obamas früheren Justizminister Eric Holder sowie an die Abgeordnete Maxine Waters, die gleich mehrere Päckchen erhielt. Holder und Waters sind prominente Demokraten und Afroamerikaner.

▶︎ Der New Yorker Sitz des Fernsehsenders CNN, der überwiegend kritisch über Trump berichtet, wurde nach Entdeckung der Postsendung evakuiert. Konkret war die gefährliche Lieferung an den ehemaligen CIA-Direktor John Brennan adressiert, der als Experte für CNN auftritt und ein scharfzüngiger Trump-Kritiker ist.

Ein vermeintlich an den demokratischen Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, geschickter Sprengsatz stellte sich laut US-Medien als falscher Alarm heraus.

Zu Schaden kam durch die Sprengsätze niemand. Den Behörde zufolge ähneln sich die Postsendungen, ein FBI-Agent bezeichnete den Inhalt als Rohrbomben. Als Absender stand der Name der demokratischen Politikerin Debbie Wasserman Schultz auf den Umschlägen.

New Yorks Polizeichef James O’Neill sagte auf CNN, noch sei unklar, ob hinter den Postsendungen ein Einzeltäter oder ein Netzwerk stehe. Er gehe aber davon aus, dass der oder die Täter in den kommenden Tagen gefasst würden.

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Trump spricht von „abscheulichen Taten“

Trump verurteilte die mutmaßlichen Anschlagsversuche: „Jegliche Akte der politischen Gewalt gehören nicht in die Vereinigten Staaten von Amerika.“ Er sprach von „abscheulichen Taten“ und rief das Land zur Geschlossenheit auf: „In diesen Zeiten müssen wir uns vereinen.“

▶︎ Die demokratischen Spitzenpolitiker Nancy Pelosi und Chuck Schumer warfen Trump am Mittwoch vor, wiederholt „physische Gewalt“ hingenommen zu haben und „die Amerikaner mit seinen Worten und Taten zu spalten“.

▶︎ Clinton würdigte die Arbeit der Sicherheitsbehörden. Es gehe ihrer Familie und ihr dank der Männer und Frauen des Secret Service gut, die das Paket abgefangen hätten, sagte Clinton am Mittwoch bei einem Auftritt in Miami. Sie sei der Behörde jeden Tag für ihre Arbeit dankbar.

Es sei eine „beunruhigende Zeit“, fügte sie hinzu. „Es ist eine Zeit tiefer Spaltung, und wir müssen alles in unser Macht stehende tun, um unser Land zusammenzubringen.“

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