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Politik - 08.11.2018

Norwegen: Kriegsschiff „Helge Ingstad“ rammt Tanker und droht zu sinken

Kriegsschiff droht nach Kollision zu sinken

Die norwegische Fregatte „KNM Helge Ingstad“ ist mit dem Tanker „Sola TS“ im Wasser kollidiert.

Nach Nato-Manöver: Ein Kriegsschiff droht nach einer Kollision mit einem Öltanker zu sinken. (Quelle: t-online.de)


Die Fregatte „Helge Ingstad“ ist auf dem Rückweg nach Norwegen. Vor der Küste kollidiert das Kriegsschiff mit einem Öltanker und droht zu sinken. Das Leck ist nicht unter Kontrolle.

Bei der Rückfahrt vom Nato-Manöver Trident Juncture ist eine norwegische Fregatte am frühen Morgen mit einem Tankschiff kollidiert. Die Fregatte „KNM Helge Ingstad“ hatte 137 Mann Besatzung an Bord. Alle konnten gerettet werden. Acht Menschen wurden leicht verletzt. Das Schiff schlug leck und bekam Schlagseite.

Oh jeez, daylight photo by Eirik Brekke shows extent of damage to the Norwegian Aegis frigate #HelgeIngstad after collision with oil tanker #Sola, in fjord north of Bergen. She was returning from #TridentJuncture2018. Was driven aground to prevent sinking. pic.twitter.com/x58huixr3w

— Timothy Choi (@TimDotChoi) November 8, 2018

Das Tankschiff „Sola TS“ war bei der Ausfahrt aus einem Ölterminal in der norwegischen Gemeinde Øygarden in Hordaland mit dem Kriegsschiff zusammengestoßen. Warum, war zunächst unklar. Außerdem sei ein Schlepper, der den in Malta registrierten Tanker begleitet hatte, in den Vorfall verwickelt, teilte die staatliche Havariekommission mit. Das Tankschiff, das mit 625 000 Liter Rohöl beladen war, wurde nur leicht beschädigt. Die Mannschaft blieb unverletzt.

Sieben Menschen verletzt

Die 2009 in Dienst gestellte „Helge Ingstad“ ist gut 133 Meter lang und hat eine Verdrängung von 5290 Tonnen. Sie trägt einen Hubschrauber und ist unter anderem mit Torpedos und mit Raketen zur Schiffs- und Flugabwehr ausgerüstet. Während der Nato-Übung wurde sie bei der Jagd von U-Booten eingesetzt. Sie soll keine scharfe Munition an Bord gehabt haben. Die Küstenwache meldete, dass Helikoptertreibstoff, den die Fregatte gebunkert hatte, ausgelaufen sei.

Nach der Kollision waren zunächst rund zehn Mann an Bord der Fregatte geblieben, um sie unter Kontrolle zu halten. Um zu verhindern, dass das Schiff zu tief sinkt, steuerten sie es nah ans Ufer. Weil zu viel Wasser eindrang, mussten auch sie von Bord gehen. Wenig später war das Helikopterdeck unter Wasser. Schlepper unternahmen am Vormittag mehrere Versuche, die Fregatte aufzurichten, doch sie glitt immer wieder in die Schlagseite. Man wolle versuchen, das havariert Schiff in den Marinestützpunkt Haakonsvern unweit der Unglücksstelle zu schleppen, teilte das Militär mit. 

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