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Welt - 17.03.2019

Vermisste Rebecca (15) – Schwester widerspricht Aussagen der Mutter – Darum wird heute nicht gesucht

Von Rebecca Reusch aus Berlin fehlt weiter jede Spur. Ihre Eltern sorgten mit einem Interview für Aufsehen – doch jetzt meldet sich die Schwester zu Wort. Die Polizei sucht indes an der A12 mit Hunden nach dem Mädchen – sie sollen etwas gewittert haben.

  • Seit dem Morgen des 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca aus Berlin vermisst. 
  • Die Kripo geht von einem Tötungsdelikt aus.
  • Zuletzt übernachtete die Schülerin bei einer ihrer Schwestern und deren Ehemann im Haus des Paares. 
  • Am zehnten Tag nach dem Verschwinden Rebeccas kam es zu einer Festnahme – ihr Schwager steht unter Verdacht und ist Polizeibekannt.
  • Die Ermittler suchten auch über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ – rund 1.400
  • Hinweise gingen bislang ein.
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    10 Uhr: Die erneute Suchaktion am gestrigen Samstag wurde ohne Ergebnis beendet. An der Abfahrt Fürstenwalde-West folgten die Personenspürhunde einer Spur, bei der sie bis zu einer Landstraße in Richtung Scharmützelsee kamen, wie eine Polizeisprecherin dem „Berliner Kurier“ erklärte. Dort werde die Suche vermutlich nächste Woche fortgesetzt. Für den heutigen Sonntag sei nichts geplant. Die Hunde bräuchten Erholung, hieß es. Die besonderen Spürhunde werden normalerweise etwa mit einem Kleidungsstück des oder der Gesuchten mit dem individuellen Geruch vertraut gemacht. Bei Einsätzen nehmen sie den Geruch auch aus der Luft auf, nicht nur über Fährten am Boden. Ob die Polizei mit dem Geruch Rebeccas oder des Schwagers sucht, gab die Behörde nicht bekannt.

    7.48 Uhr: Hatte die vermisste Rebecca einen Freund im Internet kennengelernt – und wenn ja: Hat er etwas mit dem Verschwinden der 15-Jährigen zu tun? Die Mutter der Vermissten hatte in einem Interview von einer angeblichen Internetbekanntschaft ihrer Tochter berichtet (siehe unten). Schwester Vivian (23) ist sich aber sicher, dass die Internetbekanntschaft nicht mit dem Vermisstenfall in Verbindung steht: „Becci hat mir Fotos von ihm gezeigt, aber er wohnt gar nicht in Berlin. Das war ganz harmlos. Er ist unter 18, niemals wäre er an einem Montagmorgen allein hierher gekommen“, sagte Vivian jetzt der „Bild am Sonntag“. 

    Suche nach Rebecca Reusch: „Unsere Hunde haben etwas gewittert!“ News vom 16.3.

    17.47 Uhr: Bei der Suche nach der vermissten Rebecca Reusch setzt die Berliner Polizei auch Spürhunde ein. Sie schnüffelten die Autobahn 12 zwischen Friedersdorf und Frankfurt (Oder) nach Spuren ab und führten die Ermittler auf eine Landstraße bei Fürstenwalde-West – und das nicht ohne Grund: „Irgendwas werden die Hunde gewittert haben“, sagte eine Polizeisprecherin. Worum es sich dabei handelt, sei zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch völlig unklar.

    Wie zu hören ist, ist die Suche nach Rebecca für den Samstag beendet und soll auch erst am Montag fortgesetzt werden. Bestätigt ist das allerdings noch nicht.

    Berlinerin Rebecca Reusch (15) vermisst: Sperrungen von Abfahrten der Autobahn

    13.09 Uhr: Wie die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet, sperrt die Brandenburger Autobahnpolizei für die Berliner Kollegen auf der Autobahn in Richtung Frankfurt (Oder) nach und nach kurzfristig die Abfahrten. Dadurch sei es etwa an der Ausfahrt Storkow zu einem Stau von drei Kilometern Länge gekommen.

    11.17 Uhr: Die Berliner Polizei setzt ihre Suche nach der verschwundenen Schülerin Rebecca fort. Am Samstag kündigten die Ermittler auf Twitter Behinderungen und kurze Sperrungen von Abfahrten der Autobahn 12 an. „Bei der Suche auf der Autobahn zwischen Friedersdorf und Frankfurt (Oder) werden Mantrailer eingesetzt", heißt es in der Mitteilung. Im Einsatz seien circa zehn Kräfte einer Einsatzhundertschaft, Ermittler der Mordkommission, Kollegen der Brandenburger Polizei sowie drei Hunde, hieß es. Die Aktion begann demnach gegen 10.30 Uhr, die Dauer war zunächst offen.

    9.45 Uhr: Der Profiler und frühere Bremer Mordermittler Axel Petermann sieht die Polizei im Fall der vermissten Rebecca aus Berlin weiter vor einer überaus schwierigen Aufgabe. „So vielen Hinweisen nachzugehen, ist natürlich eine Riesenarbeit. Besonders für diejenigen, die sich beim Überprüfen der Spuren im wahrsten Sinne die Hacken ablaufen“, sagte Petermann der Deutschen Presse-Agentur. Bisher erhielt die Polizei 1500 Hinweise zu dem am 18. Februar verschwundenen 15-jährigen Mädchen. Petermann (66), der selber einmal eine Mordkommission leitete und heute als Autor und „Tatort“-Berater arbeitet, betonte: „Das ist nur zu schaffen mit sehr viel Personal. Wenn da nur eine Mordkommission dran ist mit etwa zehn Leuten, ist das schwierig. Das wird lange dauern, bis man alle Hinweise abgearbeitet hat.“

    Update vom 16. März, 6.45 Uhr: Rebeccas Schwager sitzt inzwischen seit zwei Wochen in einer Einzelzelle der JVA Berlin-Moabit. Ein Insider schildert „Bild“ seine Eindrücke: „Der Insasse kam in Hemd und Jogginghose ganz locker daher. Sein Blick wirkt offen und freundlich. So gar nicht wie ein Mann, der unter Totschlagsverdacht steht.“

    Rebecca Reusch (15) vermisst: Rätselhaftes Interview der Mutter aufgetaucht

    Update vom 15. März 2019, 12.05 Uhr: Noch immer fehlt von der 15-jährigen Rebecca aus Berlin jede Spur. Ihr Schwager Florian R. wird von den Ermittlern noch immer verdächtigt, mit dem Verschwinden etwas zu tun zu haben. Vor wenigen Tagen dann die mögliche Wende: Rebeccas Eltern erklären in einem Interview, dass Rebecca kurz vor ihrem Verschwinden einen Max oder Maximilian im Internet kennengelernt habe. Auch ein Treffen sei geplant gewesen. Während die Familie erklärt, die Polizei über den Mann aus dem Internet sofort unterrichtet zu haben, ließ eine Sprecherin gegenüber Focus Online zunächst verlauten: "Nach unserem Kenntnisstand war der Mordkommission das bisher nicht bekannt." Diese Aussage wurde wenige Stunden danach jedoch widerrufen. 

    Nun sorgt ein bereits vor drei Wochen veröffentlichtes Video für Aufsehen. In dem Interview erklärte Mutter Brigitte Reusch kurz nach dem Verschwinden ihrer Tochter gegenüber RTL: „Sie hat immer wieder rumgeschwärmt, aber jetzt so fest können wir nichts sagen. Gestern habe ich einen Anruf bekommen, sie hätte eine Fernbeziehung. Das sehe ich eigentlich nicht so.“ Noch kurz nach Verschwinden des Mädchens erklärten die Eltern, dass Rebecca keinen Freund habe. 

    Wie Vater Bernd Reusch gegenüber der Morgenpost erklärt, sei das Profil der Internetbekanntschaft am 20. Februar gelöscht worden. Zwei Tage nachdem Rebecca spurlos verschwand. Personen aus dem näheren Ermittlungsfeld erklärten gegenüber der Morgenpost: „Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass erfahrene Mordermittler Hinweise, die dabei helfen würden, ein 15-jähriges Mädchen wiederzufinden, nicht beachten würden.“

    Rebecca Reusch aus Berlin vermisst: Wo ist die 15-Jährige?

    Noch immer fehlt von Rebecca Reusch aus Berlin jede Spur. Seit Montag, 18. Februar, wird die 15-Jährige vermisst, die Polizei suchte bereits auf verschiedenen Wegen nach ihr. Sogar in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY wurde der Fall behandelt. Und auch die Familie organisierte diverse Suchaktionen nach ihrere Tochter, bisher allerdings ohne großen Erfolg. Seit knapp zwei Wochen sitzt nun Florian R., der Schwager des Mädchens in Untersuchungshaft. Ein kurzer Überblick über den spektakulären Vermisstenfall. 

    Rebecca Reusch: Seit dem 18. Februar vermisst

    Am Montag, 18. Februar, schlug die Familie Alarm: Ihre Tochter Rebecca war nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Zuletzt wurde die Schülerin im Haus ihrer älteren Schwester Jessica gesehen. Dort verbrachte sie, gemeinsam mit ihrer 27-jährigen Schwester, deren Mann Florian R. und der zweijährigen Tochter der jungen Familie, das Wochenende. Am Montag sollte Rebecca dann wie immer die Schule besuchen. Schwester Jessica hatte bereits gegen 7 Uhr das Haus verlassen und die kleine Tochter zur Kita gebracht. Ihr Mann sollte Rebecca gegen 7.15 Uhr wecken. doch die Schülerin war laut Aussage von Florian R. um diese Uhrzeit nicht mehr im Haus am Maurerweg in Berlin-Neukölln. Die WhatsApp-Nachricht, die ihr ihre Mutter daraufhin gegen 8.30 Uhr schrieb, wurde zwar noch empfangen, jedoch nicht mehr gelesen.

    Als die Schülerin zum Schulbeginn um 9.50 Uhr nicht in der Walter-Gropius-Schule an der Fritz-Erler-Allee auftauchte, fiel das Verschwinden der 15-Jährigen erstmals auf. Auch am Nachmittag kam Rebecca nicht nach Hause. Die Eltern meldeten sie sofort bei der Polizei – Rebecca wurde vermisst. Dass die Schülerin weggelaufen war, schlossen mehrere Bekannte und die Familie aus. Gemeinsam mit Rebecca verschwanden ihre Kleidung vom Vortag, ihr Handy, eine Decke aus dem Wohnzimmer und ihr roter Schulrucksack, sowie einige weitere Gegenstände, wie eine Sofortbild-Kamera. Hier finden sie die Personenbeschreibung der 15-Jährigen und hier die weiteren fehlenden Gegenstände.

    Vermisste Rebecca aus Berlin: Schwager ist Tatverdächtiger

    Einige Tage nach Rebeccas Verschwinden übernahm die 3. Mordkommission den Fall und startete einen Aufruf. Zuvor war bereits eine Vermisstenmeldung veröffentlicht worden, sowie ein Foto der Schülerin. Gleichzeitig beteiligte sich auch ihre Schwester Vivien an der Suche und startete Aufrufe über Instagram.

    Nachdem die Beamten den Schulweg von Rebecca abgesucht hatten, wurde am 28. Februar der Schwager Florian R. festgenommen. Die Gründe für die Festnahme waren zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, so tz.de. Etwa einen Tag später durchsuchten Beamte das Haus des Festgenommenen und der Schwester, in dem sich Rebecca zuletzt aufhielt. Die Polizei musste Florian R. mangels konkreter Vorwürfe wieder freilassen. Nur drei Tage später wurde er erneut festgenommen. Die Polizei ging zu diesem Zeitpunkt von einem Tötungsdelikt aus. 

    Vermisste Rebecca Reusch aus Berlin: Beweislage gegen den Schwager

    Die Beweislage gegen den Schwager war gestiegen. So widersprachen sich die Aussagen des 27-Jährigen zum Ablauf des Tattags mit den Fakten der Polizei. Sein himbeerroter Twingo wurde am 18. und 19. Februar von Kameras auf einer Autobahn registriert, Richtung Frankfurt an der Oder. Laut Staatsanwaltschaft hatte an diesem Tag offenbar nur der Schwager Zugriff auf das Auto. Eben diesen Wagen hatten die Ermittler während der Hausdurchsuchung untersucht. Sie waren fündig geworden. Im Kofferraum wurden Haare von Rebecca und Spuren der verschwundenen Decke festgestellt, berichtete W
    elt. Der Tatverdächtige wollte sich zu diesem Zeitpunkt zu keinem der Vorwürfe äußern.

    Doch die Familie glaubt noch immer an die Unschuld des 27-Jährigen. So erklärte der dringend Tatverdächtige offenbar innerhalb der Familie, wegen eines Drogen-Deals in der Nähe der polnischen Grenze gewesen zu sein. Eine Sache steht allerdings fest: Florian R. ist polizeibekannt. 2014 wurde er, so berichtet die Bild, wegen Verstoßes gegen das Waffen-und Sprengstoffgesetz in Frankfurt (Oder) zu einer Geldstrafe verurteilt. Demnach soll er illegal mit „Polenböllern“ gehandelt haben.

    Rebecca Reusch aus Berlin vermisst: Keine heiße Spur 

    Durch die Ausstrahlung des Falls am 6. März in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ erhofften sich die Ermittler und Moderator Rudi Cerne weitere wichtige Hinweise zu dem rätselhaften Verschwinden. Kurz vor Ausstrahlung der TV-Sendung wurde sowohl ein Foto des dringend Tatverdächtigen veröffentlicht, als auch wichtige Hinweise zu dem himbeerfarbigen Twingo bekanntgegeben. Insgesamt gingen bis zu 1.400 Hinweise zu dem Verschwinden des Mädchens ein, doch noch immer fehlt von Rebecca jede Spur. 

    Mehrere Hinweise konkretisierten sich auf ein Waldstück in der Nähe von Storkow, einer Kleinstadt in Brandenburg. Am Tag nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung startete in dem Waldgebiet eine groß angelegte Suchaktion der Polizei. Mehrere tagelang durchkämmte die Polizei mit Hubschraubern, einer Hundertschaft, Spürhunden und der Mordkommission das Waldgebiet. Mehrere voneinander unabhängige Zeugen wollen dort das Auto des Schwagers gesehen haben. Wenige Tage später stellt sich jedoch heraus: eine Familie im nahe gelegenen Ort fährt das gleiche Automodell, ebenfalls mit einer himbeerfarbenen Lackierung. 

    Seit knapp zwei Wochen sitzt Florian R. nun in Untersuchungshaft. Seine Familie steht geschlossen hinter ihm, auch die Eltern der verschwundenen Rebecca glauben weiterhin an seine Unschuld. Obwohl die Rechtsanwältin des dringend Tatverdächtigen Haftbeschwerde eingereicht hat, befindet sich Florian R. noch immer in Berlin-Moabit. Wann der gelernte Koch wieder auf freien Fuß gesetzt wird, ist noch unklar. 

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