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Politik - 4 Wochen ago

Wieder Toter bei„Gelbwesten“-Protesten

Nun schon 10 Todesopfer seit Mitte November

Schon wieder ein Toter bei den „Gelbwesten“-Demonstrationen in Frankreich!

▶︎ An einem von „Gelbwesten“ blockierten Kreisverkehr in der Nähe von Perpignan in Südfrankreich ist ein Auto mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Der Autofahrer (36) ist dabei gestorben. Das bestätigten die französischen Behörden am Samstag.

Seit Beginn der Proteste Mitte November ist die Zahl der Todesopfer damit auf zehn gestiegen.

Auch in Paris kam es wieder zu Protesten. In Frankreichs Hauptstadt versammelten sich Demonstranten in gelben Warnwesten auf den Stufen der berühmten Basilika Sacre Coeur. Jedoch ist ihre Zahl deutlich niedriger als zuvor. Es zogen nur rund 800 Menschen durch die französische Hauptstadt.

Zudem haben die „Gelbwesten“ einen Protestmarsch im nahe Paris gelegenen Versailles geplant. Das Schloss von Versailles – ein Symbol der französischen Staatsmacht – blieb daher am Samstag geschlossen.

Einer der „Gelbwesten“-Anführer, Eric Drouet, hatte zuvor dazu aufgerufen, in Versailles zu protestieren. „Schluss mit Paris und seinen kleinen Straßen. Versailles ist mit dem Bus, dem Auto und anderen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar“, heißt es in dem Facebook-Aufruf. Bis Freitagabend hatten rund 1500 Menschen auf dem sozialen Netzwerk angegeben, an der Demonstration teilnehmen zu wollen.

▶︎ Entzündet hatten sich die Proteste an Ökosteuerplänen und damit verbundenen Benzinpreiserhöhungen. Sie wuchsen sich aber schnell zu Massendemonstrationen gegen die Wirtschaftspolitik von Präsident Emmanuel Macron aus. Dabei kam es auch zu gewaltsamen Ausschreitungen, vor allem in Paris.

Macron lenkte daraufhin ein. Unter anderem kippte er die Ökosteuer und erhöhte den Mindestlohn aus. Die Proteste waren danach etwas abgeflaut.

Die Zugeständnisse des Präsidenten reißen allerdings ein Milliardenloch in die Staatskasse. Frankreich dürfte deswegen wohl im nächsten Jahr über die EU-Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung hinausschießen.

Am zurückliegenden Wochenende hatten noch rund 66 000 Menschen protestiert. Die Regierung hatte nach dem Terroranschlag in Straßburg dazu aufgerufen, nicht demonstrieren zu gehen.

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