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Politik - 24.11.2018

Trumps Dank geht an … ihn selbst

Seltsamer Thanksgiving-Auftritt des US-Präsidenten: Vor laufenden Kameras erzählte Donald Trump (72) wem sein Dank gilt: seiner Familie, dem US-Militär – vor allem aber: sich selbst!

Das US-Präsidialamt hatte am Donnerstag (Ortszeit) zum Pressetermin geladen: Trump wollte dem US-Militär seinen traditionellen Thanksgiving-Gruß zum Erntedankfest aussprechen: In seiner Florida-Residenz Mar-a-Lago griff er zum Telefonhörer, rief alle fünf Sektionen des US-Militärs an (Luftwaffe, Heer, Flotte, Marines und Küstenwache), übermittelte seine Grüße.

Im Anschluss fragten Reporter den US-Präsidenten, wofür er persönlich dankbar sei. Trumps Antwort: Er sei dankbar, dass er „eine großartige Familie“ habe.

President Trump reveals what he's thankful for this #Thanksgiving: "For having a great family, and for having made a tremendous difference in this country. I've made a tremendous difference in the country." https://t.co/RM5VrVdL6z pic.twitter.com/sDcGee80T2

— The Hill (@thehill) November 22, 2018

Dann ergänzte Trump: „und dafür, dass ich dieses Land so großartig verändert habe.“ Die USA „sind jetzt so viel stärker als vor meiner Amtszeit – das ist wirklich unglaublich“. Das werde ihm auch international bestätigt, so der US-Präsident: „Ausländische Staatschefs sagen mir: Die USA sind heute so viel stärker als vor zwei Jahren.“

Trumps Zusammenfassung: „Wir machen großartige Fortschritte.“

In seinen Telefonaten mit den Militärs hat Trump außerdem angedeutet, er werde bald die US-Truppen in Afghanistan besuchen.

Der US-Präsident zu einem dort stationierten Oberst: „Ich sehe Sie, wenn Sie zurück in den USA sind oder vielleicht sehe ich Sie dort drüben.“ Details nannte der US-Präsident auf Nachfragen von Journalisten nicht. Trump wörtlich: „Zu gegebener Zeit werden wir eine sehr interessante Sache machen.“

17 Jahre nach Beginn des Kriegs gegen die islamistischen Taliban sind derzeit noch 14 000 US-Militärangehörige in Afghanistan stationiert. Trump hat in seinen fast zwei Jahren als US-Präsident noch keinen Truppenbesuch in einem Krisengebiet absolviert. Solche Reisen werden üblicherweise bis zur letzten Minute geheim gehalten.

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