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Politik - 07.01.2019

Deutscher (18) seit 20 Tagen in Ägypten vermisst

Ein 18-jähriger Schüler aus Gießen wird seit 20 Tagen in Ägypten vermisst. Sein Vater sagt, ägyptische Sicherheitskräfte hätten ihn festgenommen und würden ihn seitdem dort festhalten!

Im Auswärtigen Amt hieß es am Sonntag, das Ministerium nehme den Vorfall „sehr ernst“. Die deutsche Botschaft in Kairo stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden und den Angehörigen und bemühe sich „mit Nachdruck um Aufklärung“.

► Isa El S. ist deutscher Staatsbürger und hat ägyptische Wurzeln. Der Schüler wollte seinen Großvater in Kairo besuchen. Er flog am 17. Dezember nach Luxor, weil der Flug dorthin günstiger war. Sein Vater Mohamed (52) zu BILD: „Er ist um 14 Uhr angekommen, wollte um 23 Uhr mit Egyptair weiter nach Kairo fliegen. Für diese Maschine hat er eingecheckt, doch mein Sohn ist nie in Kairo angekommen.“

Mohamed El S. bat seinen Bruder, der Rechtsanwalt in Kairo ist, um Hilfe. Der habe herausgefunden, dass Isa in Luxor festgenommen worden sei. Weshalb, sei völlig unklar.

Vorwürfe habe niemand genannt, sagt der Vater. Und weiter: „Isa hat doch überhaupt nichts Verbotenes gemacht. Ich bitte die ägyptischen Behörden inständig, ihn freizulassen. Er ist noch Schüler und will sein Abitur in Gießen machen.“

Kommende Woche solle Isas Onkel nach Luxor reisen, der Staatsanwaltschaft dort Fragen beantworten. Mohamed El S.: „Wir hoffen alle, dass Isa bald freigelassen wird.“

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